Am Himmel im Dezember 2017

von Giovanni Caronti

Planetenbeobachtung

Interessante Planetenkonstellationen:

In der letzten Dezemberwoche bietet Merkur eine bescheidene Morgensichtbarkeitschance, die dritte Morgensichtbarkeit in diesem Jahr: Ab dem 24. lässt sich Merkur in der Morgendämmerung tief im Südosten blicken. An diesem Tag erfolgt der Aufgang um 6:32 Uhr. Gegen 7 Uhr sollte man den flinken Planeten erkennen. Eine Viertelstunde später verblasst er in der heller werdenden Morgendämmerung.

Erfahrene Planetenjäger können Venus mit einem Fernglas zu Monatsbeginn kurz vor Sonnenaufgang knapp über dem Südosthorizont ausmachen.

Mars ist Planet am Morgenhimmel. Der rote Planet geht am 1. um 3:51 Uhr und zu Silvester um 3:38 Uhr auf. Im Fernrohr zeigt das knapp 5“ große Planetenscheibchen einen leichten Beleuchtungsdefekt, Beleuchtungsgrad 93%.

Jupiter kann am Morgenhimmel gesehen werden. Der Riesenplanet steigt am 1. noch um 5:22 Uhr über die südöstliche Horizontlinie, am 31. geht der -1,8m helle Jupiter schon um 3:55 Uhr auf.

Saturn hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar. Zur Konjunktion zur Sonne erreicht er seine größte Entfernung von der Erde in diesem Jahrhundert, nämlich 1.652 Millionen Kilometer.

Uranus zieht sich aus der 2. Nachthälfte zurück. Die Kulminationen verlagern sich von 21:10 Uhr zu Monatsbeginn auf 19.10 Uhr Ende Dezember.

Neptun zieht sich allmählich vom Abendhimmel zurück. Am 1. geht Neptun um 18:30 Uhr durch den Meridian und um 23:54 Uhr unter. Am 31. kulminiert der nur 7,9m helle Planet bereits um 16:34 Uhr.  Sein Untergang erfolgt am letzten Tag des Jahres um 21:58 Uhr.

Am 21., 17:28 Uhr, ist die Sonne im Winterpunkt (Wintersonnenwende).

Periodische Sternschnuppenströme

Vom 5. bis 15. Dezember macht sich der ekliptikale Strom der Geminiden bemerkbar. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt in den Zwillingen, rund 1° Südwestlich von Kastor. Das Maximum ist in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember zu erwarten, wobei stündlich bis zu 120 Meteore zu beobachten sein dürften. Die günstigste Beobachtungszeit ist zwischen 21 Uhr und 6:00 Uhr morgens.

Der Fixsternhimmel am 15. Dezember

Alle Herbstbilder sind inzwischen in die westliche Himmelhälfte gerückt. Atair im Adler ist bereits untergegangen, womit das Sommerdreieck aufgelöst ist. Deneb ist noch im Westen und Wega tief im Nordwesten zu erblicken. In Richtung Südwesten erkennt man noch relativ hochstehend das Pegasusquadrat.Von Pegasus zieht sich die Sternenkette der Andromeda zum Zenit. Südlich der Andromeda liegt das kleine, aber einprägsame Sternbild Dreieck.

Den Raum im Südwesten nehmen jetzt die Fische ein. Tief im Südwesten steht das ausgedehnte Sternbild Walfisch. Alle bedeutenden Wintersternbilder sind zur Standardbeobachtungszeit (22 Uhr MEZ zur Monatsmitte) bereits über dem Horizont. Das komplette Wintersechseck mit Kapella, Pollux, Prokyon, Sirius, Rigel und Aldebaran ist nun sichtbar.  Die Figur des Orion im Südosten ist kaum zu übersehen. Knapp über dem Südosthorizont funkelt Sirius, der hellste Stern im Großen Hund und mit -1,5m der hellste Stern am irdischen Himmel.

Für aktive Beobachter

Die Sichel des abnehmenden Mondes hält sich am 13. und 14. nahe Mars auf. Am 14. steht die Sichel des abnehmenden Mondes am Morgenhimmel zwischen Jupiter und Mars.

Interessante Deep-Sky-Objekte sind im Dezember beispielsweise:

NGC 891 und 1232 (Galaxien), NGC 1499 (California Nebula), IC 348 (Sternhaufen mit Nebel).

Viel Spaß bei Beobachtung und Aufnahme.

 

Wir wünschen allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018 mit interessanten astronomischen Momenten.

 

NGC 7822 - Diffuse Nebula im Sternbild Kepheus

 

TS-Optics Photoline 90mm f/6,6 Triplet FPL53 Apo, 480mm, Iso 1600; 79 a 120S, Sony Alpha 6000; 15.10.2017
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