Die Oberfläche der Sonne

von Thomas Reddmann (Kommentare: 0)

Sonne mit Flecken, Fackeln und Granulation

Auch die Sonne ist ein sehr interessantes Objekt für den Amateurbeobachter, denn die äusseren Schichten dieses heissen Gasballs sind ständiger Veränderung unterworfen. Während Beobachtungen mit speziellen engbandigen Filtern zusätzliche Phänomene sichtbar machen können, ermöglicht selbst ein kleines Teleskop zur Beobachtung im Weisslicht immerhin die Darstellung der kühleren Sonnenflecke (dunkle Gebiete) sowie der etwas heisseren Fackelgebiete (helles Netzwerk). Auf der am Aufnahme unseres Vereinsmitgliedes Frank Hase sind ausserdem die Randverdunkelung der Sonnenscheibe (schräg austretendes Licht entspringt aus etwas höheren, kühleren Schichten) und die Sonnengranulation erkennbar (Granulation: etwas heissere aufsteigende Gasblasen sind von kühlerem, absinkendem Gas umgeben - diese Brodeln erzeugt den krisseligen Hintergrund -besonders auffällig im zentralen Bereich der Scheibe). Es wurde ein Linsenfernrohr chinesischer Fertigung mit 100 mm Öffnung und 900 mm Brennweite verwendet. Vor dessen Eintrittsöffnung diente eine Baader Filterfolie zur Abschwächung des Sonnenlichtes. Eine Negativlinse verlängerte die Brennweite auf etwa 2 Meter und als Sensor kam eine Sony NEX-3 Kamera zum Einsatz. Das gezeigte Bild ist eine Überlagerung von 10 Einzelaufnahmen.

ACHTUNG GEFAHR: BLICKEN SIE NIEMALS UNGESCHÜTZT IN DIE SONNE - SCHON GAR NICHT DURCH EIN TELESKOP-
ERBLINDUNGSGEFAHR!! DIE BEOBACHTUNG DER SONNE ERFORDERT GEEIGNETE FILTER!! (Die Experten der AVKa beraten sie gerne..)

Sonne mit Flecken, Fackeln und Granulation

Der Ausschnitt zeigt Details der rechten Fleckengruppe, die Granulation und Fackeln am Sonnenrand.

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