Am Himmel im November 2017

Planetenbeobachtung

Interessante Planetenkonstellationen:

Merkur erreicht am 24. seine größte östliche Elongation von der Sonne. Zu einer Abendsichtbarkeit reicht es aber nicht. Wer Merkur mit einem Teleskop am Taghimmel aufsucht, wird bemerken, dass das Merkurscheibchen am 28. Halb beleuchtet erscheint.

Zum Monatsende geht _enus nur noch eine knappe Stunde vor der Sonne auf. Im Teleskop sieht man ein kleines, voll beleuchtetes Venusscheibchen von mur mehr 10“ scheinbaren Durchmesser.

Mars kann am Morgenhimmel gesehen werden. Der Marsaufgang erfolgt am 1.  um 4:04 Uhr . Die Marshelligkeit nimmt ein wenig auf 1,7m zu, der Durchmesser des Planetenscheibchens wächst auf 4,2“ an. Auf der Nordhalbkugel des Mars beginnt am 20. der Sommer.

Ab der Monatsmitte wird der -1,7m helle Jupiter am Morgenhimmel knapp über dem  Osthorizont sichtbar. Am 15. geht Jupiter um 6:06 Uhr auf.

Saturn beendet seine Abendsichtbarkeit  und wird um die Monatsmitte für das freie Auge unsichtbar.

Uranus hat seine Oppositionsstellung zur Sonne gerade hinter sich. Mit Einbruch der Dunkelheit ist der grünliche Planet bereits am Osthimmel mit einem Fernglas oder Teleskop auffindbar. Vom Morgenhimmel zieht sich Uranus zurück. Die Sichtbarkeit von Neptun wird durch die jetzt immer früher einsetzende Dunkelheit erleichtert. Er kann am Abendhimmel aufgefunden werden.

Periodische Sternschnuppenströme

Vom 12. bis 29. November treten am Morgenhimmel die Leoniden in Aktion. Ihr Radiant liegt im Löwen rund 10° nordöstlich von Regulus. Das Maximum wird in der Nacht vom 17. Auf 18. November mit maximal 20 Leoniden pro Stunde erwartet.

Der Fixsternhimmel am 15. Oktober

Der Charakter des abendlichen Sternenhimmels ist nun eindeutig herbstlich, auch wenn das Sommerdreieck im Westen noch zu sehen ist. Im Osten sind bereits die Wintersternbilder im Anmarsch. In Zenitnähe erkennt man auf Anhieb das Himmels-W. Lässt man den Blick zum Nordhorizont hinuntergleiten, so stößt man auf den Großen Wagen, dessen sieben Sterne jetzt tief im Norden stehen. In Zenithöhe entdeckt man die Sternenkette der Andromeda. Das Pegasusquadrat hat seinen Meridiandurchgang bereits hinter sich und ist ein wenig nach Westen gerückt.

Hoch im Osten ist der Perseues zu sehen. Das Gebiet um den Meridian halten außer Andromeda und Kepheus noch die Sternbilder Widder, Fisch und Walfisch besetzt. Im Südwesten dehnt sich der Wassermann aus. Im Osten wimmel es von hellen Sternen, die Wintersternbilder drängen auf die Himmelbühne. Der Fuhrmann mit Kapella, der Stier mit Aldebaran und den beiden offenen Sternhaufen  Plejaden und Hyaden, der Orion mit Beteigeuze und Rigel sowie die Zwillinge mit Kastor und Pollux ziehen die Blicke auf sich.

Für aktive Beobachter

Der Komet C/2017 O1 ASASSN1 kann weiterhin mit stärkeren Teleskopen beobachtet werden. Der Komet ist allerdings sehr diffus und schwierig zu beobachten.

Am 15. gesellt sich die Sichel des abnehmenden Mondes  zum roten Planeten. Am 16. ergibt sich ein netter Himmelsanblick gegen 6:30 Uhr morgens, wenn die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur Planetenparade Venus-Jupiter-Mars gesellt.

Interessante Deep-Sky-Objekte sind im November beispielsweise:

NGC 869 und NGC 884 (offene  Sternhaufen), NGC 2264 (Dunkelwolke mit Weihnachtsbaum), M42 (Orionnebel), NGC 253 (Sculptor Galaxie).

Viel Spaß bei Beobachtung und Aufnahme.

 

Komet C/2017 O1 ASASSN1

 

TS-Optics Photoline 90mm f/6,6 Triplet FPL53 Apo, 600mm, Iso 1600; 6 a 120S, Sony Alpha 6000; 27.09.2017

Helixnebel

Harald Kaiser, 19 x 3 min RC12 reduziert auf 1600 mm auf Sony a7

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