Am Himmel im Juli 2017

Planetenbeobachtung

Interessante Planetenkonstellationen:

Merkur erreicht am 30. seine größte östliche Elongation von der Sonne. Trotzdem kommt es in unseren Breiten nicht zu einer Abendsichtbarkeit.

Der nach Sonne und Mond hellste Gestirn Venus kann am Morgenhimmel gesehen werden. Zu Monatsbeginn geht Venus um 2:52 Uhr, Ende Juli um 2:43 Uhr auf.

Mars steht am 27. in Konjunktion mit der Sonne. Mars ist 397 Millionen Km von der Erde entfernt. Das ist die größte Entfernung im Jahre 2017.

Jupiter verlegt seine Untergänge am 1. auf 1:19 Uhr, am Monatsletzten auf 23:23 Uhr. Der Jupiterdurchmesser geht auf 34,3“ zurück.

Saturn zieht sich vom Morgenhimmel völlig zurück. Die Untergänge sind am 1. um 4:24 Uhr, am 31. bereits um 2:19 Uhr.

Uranus kann unter günstigen Sichtbedingungen am Morgenhimmel tief im Osten mit lichtstarker Optik aufgesucht werden. Der Lichtschwache Planet Neptun verlagert seinen Aufgänge in die späten Abendstunden.

Periodische Sternschnuppenströme

Ab dem 15. Juli ist mit den ersten Exemplaren des Perseiden-Stroms zu rechnen. Die maximale Aktivität wird in der ersten Augusthälfte entfaltet. Der Radiant liegt zunächst südlich von Kassiopeia und wandert Anfang August in den nördlichen Bereich des Perseus.

Die Delta-Aquariden leuchten vom 11. Juli bis 18. August auf, allerdings im August mit wenigen Meteoren. Im Juli bilden sie jedoch den aktivsten Strom und werden deshalb auch Juli-Aquariden genannt. Ihr Radiant liegt etwa 3“ westlich von Aquarii. Die Quelle dürfte der Komet 96P/Macholz sein.

Die Alpha-Capricorniden mit dem Radiant im Steinbock sind die ganze Nacht über beobachtbar. Der Ursprungskomet ist 45p/Honda-Mrkos-Pajdusakova. Das Maximum dürfte um den 28. Juli mit etwa fünft Objekte pro Stunde sein.

Der Fixsternhimmel am 15. Juli

Nach Einbruch der Dunkelheit ist am abendlichen Sternenhimmel das große Sternendreieck, bestehend aus Wega, Deneb und Atair hoch im Osten zu sehen. Das Sternbild Bootes mit dem hellen Arktur ist bereits in die westliche Himmelshälfte gerückt. Im Südwesten ist noch das Sternbild Jungfrau zu finden mit ihrem bläulichen Hauptstern Spica. Regulus im Löwen ist dagegen bereits untergegangen. Hoch im Süden schreitet gerade der Held Herkules durch den Meridian. Zwischen Bootes und Herkules liegt ein auffälliger Halbkreis aus Sternen, die Nördliche Krone. Knapp südlich der Krone liegt dr Kopf der Schlange- Tief im Südwesten hält sich noch die Waage. Der Skorpion mit seinem Hauptstern Antares folgt dem Tierkreis der Waage. Tief im Süden bereitet sich der Schütze auf den Meridiandurchgang vor. Der Große Wagen ist hoch im Westen zu finden, er steigt langsam herab.

Für aktive Beobachter

Erst ab Mitte Juli steigt der rund 8 mag helle Komet C/2015 ER61 (PanSTARRS) an unserem Himmel langsam höher und wird bis Anfang August, auch durch die wieder längeren Nächte, immer besser sichtbar. Ab Mitte August zieht der Schweifstern durch den südlichen Bereich der Plejaden im Sternbild Stier!

Sowohl am 1. als auch am 28. wandert der zunehmende Halbmond nördlich an Jupiter vorbei (8:00 und 21:00 Uhr).

Am 7. begegnet Saturn den Mond um kurz nach 3:00 Uhr tief über dem Horizont.

Am 20.06. begegnet gegen 4:00 Uhr die schmale Sichel des abnehmenden Mondes Venus, Mond und Aldebaran.

Interessante Deep-Sky-Objekte im Juli sind beispielsweise:

M6, M7 (Offene Sternhaufen),  M8 Lagunennebel,  M24 Kleine Sagittarus-Wolke,  M56, M62 und M80 (Kugelsternhaufen).

 

Viel Spaß bei Beobachtung und Aufnahme.

 

Supernova in NGC 6946-Kepheus

Harald Kaiser, RC8 f6, sony A7II, 24 x 240 sec, Allgäu

M104 - Sombrero-Galaxie

Giovanni Caronti, C 9.25 Edge hd, 28 a 180Sek; Iso 1600; Sony Alpha 6000

Zurück