Am Himmel im Februar 2017

Planetenbeobachtung

Interessante Planetenkonstellationen:

Der selten zu beobachtende sonnennahe Planet Merkur bleibt im Februar unsichtbar.

Venus zeigt sich als Abendstern. Am 20. ist das 41“ große Planetenscheibchen zu 25% beleuchtet. Am 17. strahlt der Planet mit -4,9m im höchsten Glanz und erreicht die größte Höhe über dem Horizont. Ihre Untergänge verfrühen sich leicht auf 21:19 Uhr Ende Februar.

Mars ist weiterhin am Abendhimmel vertreten. Die Helligkeit geht im Laufe des Februars auf 1,3m zurück. Am 1. geht Mars um 21:53 Uhr unter, am 28. um 21:59 Uhr. Das Marsscheibchen schrumpft auf bescheidene 4,6“ scheinbaren Durchmesser.

Jupiter wird allmählich zum Planeten der gesamten Nacht. Am 1. erfolgt der Aufgang um 23:32 Uhr, am Monatsletzten geht der inzwischen -2,3m helle Jupiter bereits um 21:41 Uhr auf.

Saturn ist Planet am Morgenhimmel. Die Aufgänge des 0,5m hellen Saturn erfolgen immer früher. Am 1. geht er um 5:02Uhr auf, am Monatsende um 3:25 Uhr.

Uranus kann noch am Abendhimmel aufgefunden werden und geht am 1. um 23:30 Uhr, am Monatsletzten schon um 21:50 Uhr. Neptun hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar.

Vergleich der Größe des Vollmondes vom 19.07.2016 und 14.11.2016 bei gleicher Brennweite von 1480mm.
Mond am 14.11.2016, 01:22 Uhr, Beleuchtung 99,3%, C 9.25, 1.480mm, Sony Alpha 6000, 1/4000, ISO 640

Periodische Sternschnuppenströme

Der Februar zeigt die geringste Sternschnuppenaktivität aller Monate. Die Alpha-Aurigiden, die Delta-Leoniden und die Virginiden sollten trotzdem beobachtet werden, denn es ist mit Überraschungen zu rechnen: Helle Boliden oder Feuerkugeln wurden schon öfter im Februar registriert.

Der Fixsternhimmel am 15. Februar

Gegenüber dem Vormonat hat sich der Anblick des abendlichen Sternenhimmels noch nicht wesentlich verändert. Der Orion hat um 22 Uhr bereits den Himmelsmeridian durchschritten. Sein rötlicher Schulterstern Beteigeuze und sein bläulicher Fußstern Rigel sind selbst am aufgehellten Stadthimmel gut zu erkennen, ebenso die drei in einer Linie stehenden Gürtelsterne. Nur unter guten Sichtbedingungen ist allerdings der Orionnebel (M42) knapp südlich der drei Gürtelsterne auszumachen.

Dem Himmelsjäger Orion folgt der Große Hund, dessen intensiv bläulich strahlender Hauptstern Sirius eben den Meridian passiert hat.  Am Osthimmel kündigt sich der kommende Frühling an: Der Löwe ist das Leitsternbild des Frühlingshimmels. Sein Hauptstern Regulus fällt als einziger Stern erster Größe in dieser Gegen sofort auf. Hoch über unsere Köpfen stehen die Zwillinge. Zwischen dem Löwen und den Zwillingen findet man den Krebs, der allerdings nicht leicht auszumachen ist. Schon mit bloßen Augen kann man im Krebs bei guten Sichtbedingungen den offenen Sternhaufen Praesepe als schwaches Lichtfleckchen sehen. Das Wintersechseck mit Kapella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen hat sich deutlich nach Westen verschoben.

Für aktive Beobachter

Am 27. wandert Mars am fernen Uranus 0,6“ nördlich vorbei. Um Uranus zu erkennen ist ein Fernglas erforderlich.

In der Nacht von Freitag, 10. auf Samstag, 11. Februar, können aufmerksame Beobachter eine leichte Verdunkelung des Vollmondes im Rahmen einer Halbschattenfinsternis des Mondes beobachten. Der Mondaufgang erfolgt um ca. 17:00 Uhr, der Eintritt in den Halbschatten um 23:30 Uhr, der Austritt erfolgt um 3:55 Uhr (beste Zeit für die Beobachtung zwischen 0:45 Uhr und 2:45 Uhr).

Die ringförmige Sonnenfinsternis am 26. Februar bleibt für die gesamte Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar.

Ab Ende Januar taucht der Schweifstern 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova, vor Beginn der nautischen Dämmerung, wieder am Morgenhimmel auf. Er fliegt am 11. Februar 2017 in rund 33 Mondentfernungen an der Erde vorbei. Er könnte bis dahin auf 5.-7. Grösse aufhellen. In dieser Zeit zieht der Komet recht zügig durch die Sternbilder Herkules, Nördliche Krone, Haar der Berenike und Löwe. Gleichzeitig nimmt seine Helligkeit, aufgrund der wieder wachsenden Entfernung zur Erde, sehr schnell ab, so dass nur rund 3 Wochen verbleiben, um den Kometen in optimaler Position am Himmel in Ferngläsern und kleinen Teleskopen aufzuspüren. Schon Ende Februar/Anfang März 2017 wird 45P schließlich schnell außer Sicht geraten.

Interessante Deep-Sky-Objekte:

100 mm   M43 (Nördlicher Orionnebel), NGC 2244 (Rosettennebel), M37 (OSH), M44 (Praesepe)

150mm   NGC 957 (OSH)

200 mm  NGC 2023 (Emissionsnebel)

 

NGC 2244 Rosettennebel

Giovanni Caronti, Rosettennebel, 26.01.2017, TS Apo 90/600, 480 mm, Sony Alpha 6000, 23 a 300 S., ISO 1600

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